.Sure 28 | Die Erzählung |
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  1 tsm (taa sien miem).  
  2 Dies sind die Verse der deutlichen Schrift.  
  3 Wir verlesen dir der Wahrheit entsprechend Kunde von Moses und Pharao (zur Erbauung) für Leute, die glauben.  
  4 Pharao war im Land mächtig (und gewalttätig) und machte seine Einwohner zu Parteien, wobei er eine Gruppe von ihnen unterdrückte und ihre Söhne abschlachtete und (nur) ihre Frauen am Leben ließ - er war einer von denen, die Unheil anrichten -,  
  5 während wir vorhatten, denen die im Land unterdrückt waren, Gnade zu erweisen und sie zu Vorbildern (für kommende Geschlechter) und zu Erben (derer, die sie unterdrückt hatten) zu machen  
  6 und ihnen Macht im Land zu geben, dagegen den Pharao und Haamaan und ihre Truppen mit ihnen erleben zu lassen, was sie (vorher) immer (von ihnen) gefürchtet hatten (nämlich daß sie ihnen ihr Land und ihren Besitz abnehmen werden).  
  7 "Und wir gaben der Mutter Moses (die Weisung) ein: ""Stille ihn! Und wenn du für ihn fürchtest (daß er umgebracht werden könnte), dann setz ihn im Meer aus und hab keine Angst (für sein Leben) und sei nicht traurig (darüber, daß du ihn nicht mehr bei dir hast)! Wir werden ihn dir zurückgeben und (später) zu einem Gesandten machen."""  
  8 Da fanden ihn die Leute Pharaos (und nahmen ihn an sich), damit er ihnen (später) feind und (Anlaß zu) Trauer sei - Pharao und Haamaan und ihre Truppen waren (eben) Sünder (und hatten deshalb von einem Gesandten Allahs nichts anderes als Feindschaft zu erwarten).  
  9 "Pharaos Frau sagte (als sie den Mosesknaben sah, zu ihrem Mann): ""Ich und du werden an ihm Freude erleben. Bringt ihn nicht um! Vielleicht wird er uns (noch) von Nutzen sein, oder wir nehmen ihn als Kind an."" Sie (ließen ihn am Leben und) merkten dabei nicht (daß sie sich einen gefährlichen Feind großzogen)."  
  10 Die Mutter Moses aber war (nachdem sie den Knaben ausgesetzt hatte) ganz außer sich. Sie hätte beinahe ihr Geheimnis preisgegeben. (Sie hätte es tatsächlich getan) wenn wir ihr nicht das Herz stark gemacht hätten, damit sie (weiter) zu den Gläubigen gehöre.  
  11 "Sie sagte zur Schwester Moses: ""Geh ihm nach!"" Da beobachtete sie ihn unauffällig, ohne daß sie es merkten"  
  12 "Nun hatten wir ihm bis dahin die Brust (fremder Ammen) verwehrt. Da sagte sie: ""Soll ich euch zu einer Familie (ahli baitin) weisen, die ihn für euch betreuen wird, und die ihm aufrichtig zugetan ist (naasihuuna)?"""  
  13 Und so gaben wir ihn seiner Mutter zurück, damit sie frohen Mutes und nicht traurig sei, und damit sie wisse, daß das Versprechen Allahs wahr ist. Aber die meisten von ihnen wissen (es) nicht.  
  14 Und nachdem er mannbar und (ein) voll erwachsen(er Mensch) geworden war (wa-stawaa), gaben wir ihm Urteilsfähigkeit (hukm) und Wissen. So vergelten wir denen, die fromm sind (al-muhsiniena).  
  15 "Und er trat in die Stadt ein, als ihre Bewohner gerade unachtsam waren (und keine Notiz von ihm nahmen), und fand darin zwei Männer, die miteinander kämpften, der eine von seiner (eigenen) Partei, der andere von seinen Feinden. Und derjenige, der von seiner (eigenen) Partei war, rief ihn gegen den, der zu einen Feinden gehörte, zu Hilfe. Da versetzte ihm Moses einen Schlag und machte ihm (damit) den Garaus. Er sagte (als er sah, was er angerichtet hatte): ""Das hat der Satan bewerkstelligt (haazaa min `amali sch-schaitaani). Er ist (dem Menschen) ein ausgemachter Feind, der (ihn) in die Irre führt."""  
  16 "Er sagte (weiter): ""Herr! Ich habe gegen mich selber gefrevelt (indem ich diesen Totschlag beging). Vergib mir!"" Da vergab er ihm. Er ist es, der barmherzig ist und bereit zu vergeben."  
  17 "Moses sagte: ""Herr! Darum, daß du mir (so große) Gnade erwiesen hast, werde ich (bestimmt) nicht für die Sünder Partei nehmen."""  
  18 "Am (nächsten) Morgen trieb er sich voller Angst in der Stadt herum, indem er sich (immer wieder) umsah (ob man nicht hinter ihm her sei). Auf einmal rief ihn derjenige, der ihn am Tag zuvor um Beistand gebeten hatte, (wieder um Hilfe) an. Moses sagte zu ihm: ""Du bist offensichtlich auf dem falschen Weg."" (Trotzdem war er wieder zur Hilfeleistung bereit.)"  
  19 "Als er nun den packen wollte, der ihnen beiden feind war, sagte dieser: ""Moses! Willst du mich umbringen, so wie du gestern jemand umgebracht hast? Du hast (anscheinend) nichts anderes im Sinn, als Gewalttaten im Land zu verüben, und willst keiner von denen sein, die für Frieden und Ordnung sorgen (al-muslihiena)."""  
  20 "Und von einem weit entfernt gelegenen Bezirk der Stadt (min aqsaa l-madienati) kam ein Mann dahergelaufen und sagte: ""Moses! Die Vornehmen (al-mala§) beraten über dich in der Absicht, dich zu töten. Deshalb zieh (aus der Stadt) weg! Ich rate dir gut."""  
  21 "Da zog er voller Angst aus ihr weg, indem er sich (immer wieder) umsah (ob man nicht hinter ihm her sei). Er sagte: ""Herr! Errette mich von dem Volk der Frevler!"""  
  22 "Und als er sich (nach langer Wanderung) Madyan zuwandte, sagte er: ""Vielleicht wird mein Herr mich den rechten Weg führen."""  
  23 "Als er dann zum Wasser von Madyan herunterkam, fand er dort eine (große) Schar (umma) von Menschen, die (ihre Herdentiere) tränkten, und vor ihnen zwei Frauen die (ihre Tiere von den anderen Tieren und dem Wasser) zurückhielten. Er sagte: ""Was ist mit euch beiden?"" Sie sagten: ""Wir können (unsere Tiere) nicht tränken, solange nicht die Hirten (ihre Herden vom Wasser) zurückgebracht haben. Und unser Vater ist ein alter Greis (und nicht mehr imstande, uns zu helfen)."""  
  24 "Da tränkte er ihnen (ihre Tiere). Hierauf wandte er sich ab (und ging) in den Schatten. Und er sagte: ""Herr! Ich bin dessen bedürftig, was du an Gutem zu mir herabgesandt hast."""  
  25 "Da kam die eine von den beiden verschämt zu ihm her und sagte: ""Mein Vater bittet dich zu sich, um dir den Lohn dafür heimzuzahlen, daß du uns (die Tiere) getränkt hast."" Nachdem er dann zu ihm gekommen war und ihm die Geschichte (von seiner Flucht aus Ägypten) erzählt hatte, sagte er: ""Hab keine Angst! Du bist (jetzt) dem Volk der Frevler (glücklich) entkommen."""  
  26 "Die eine von den beiden (Frauen) sagte: ""Vater! Dinge ihn (als Knecht)! Du kannst keinen Besseren dingen als einen, der (so) stark und zuverlässig ist (wie er)."""  
  27 "Er sagte (zu Moses): ""Ich möchte dir eine dieser meiner beiden Töchter zur Frau geben unter der Bedingung, daß du mir (dafür) acht Jahre dienst. Wenn du (mir) aber (weitere zwei Jahre dienst und damit) zehn (Jahre) vollmachst, ist das deine Sache. Ich will dir (meinerseits) nicht (mit weiteren Forderungen) lästig fallen. Du wirst, so Allah will, finden, daß ich (einer) von den Rechtschaffenen (as-saalihiena) bin."""  
  28 "Moses sagte: ""Das sei zwischen mir und dir (abgemacht)! Und es darf keine Übertretung gegen mich geben, welche der beiden Fristen ich auch zu Ende führen mag (die von acht oder die von zehn Jahren). Und Allah ist Bürge für das, was wir sagen."""  
  29 "Und als Moses die Frist zu Ende geführt hatte und mit seinen Angehörigen dahinzog, nahm er auf der Seite des Berges ein Feuer wahr. Er sagte zu seinen Angehörigen: ""Bleibt (hier stehen) Ich habe ein Feuer wahrgenommen. Vielleicht kann ich euch (nähere) Nachricht darüber bringen, oder ein brennendes Scheit (davon) (dschazwatin mina n-naari). Vielleicht könnt ihr euch (daran) wärmen."""  
  30 "Als er dann hinkam, wurde ihm auf der rechten Talseite auf dem (von Allah) gesegneten Stück Land (buq`a) vom Baum her zugerufen: ""Moses! Ich bin Allah, der Herr der Menschen in aller Welt (al-`aalamuun)."""  
  31 "Und (weiter wurde zugerufen). ""Wirf deinen Stock!"" Als er nun sah, daß er in Bewegung geriet, wie wenn er ein Dschinn (dschaann) wäre, kehrte er den Rücken (um zu fliehen), ohne sich (noch einmal) umzuwenden. (Da rief es ihm zu:) ""Moses! Komm her und hab keine Angst! Dir wird nichts geschehen."  
  32 "(Und) stecke deine Hand in deinen Hemdschlitz (dschaib), dann kommt sie weiß (wieder) heraus, ohne daß (es) etwas Schlimmes wäre! Und nimm dich zusammen und sei nicht (so) ängstlich! Das sind nun zwei Beweise deines Herrn für Pharao und seine Vornehmen (mala`). Sie sind frevlerische Leute."""  
  33 "Er sagte: ""Herr! Ich habe jemand von ihnen umgebracht. Deshalb fürchte ich, daß sie mich töten werden."  
  34 "Mein Bruder Aaron ist nun gewandter im Ausdruck als ich. Schick ihn zur Unterstützung mit mir, damit er mich (in meinem Auftrag) bestätigt! Ich fürchte (nämlich), daß sie mich der Lüge zeihen werden."""  
  35 "Allah sagte: ""(Gut.) Wir werden dir durch deinen Bruder Kraft verleihen (sa-naschuddu `adudaka). Und wir geben euch beiden Vollmacht, so daß sie euch nicht beikommen werden (wenn ihr) mit unseren Zeichen (zu ihnen kommt). Ihr, und die euch folgen, werden Sieger sein."""  
  36 "Als dann Moses mit unseren Zeichen als klaren Beweisen (baiyinaat) zu ihnen kam, sagten sie: ""Das ist nichts als Zauberei, die (von ihm) ausgeheckt worden ist. Wir haben nicht gehört, daß es so etwas bei unseren Vorvätern gegeben hätte."""  
  37 "Moses sagte: ""Mein Herr weiß sehr wohl, wer von ihm her (den Menschen) die rechte Leitung bringt, und wem die letzte Behausung (`aaqibatu d-daari) zuteil wird. Den Frevlern wird es nicht wohl ergehen."""  
  38 "Pharao sagte: ""Ihr Vornehmen (mala§)! Ich weiß euch keinen anderen Gott als mich (selber). Haamaan! Erhitze mir Lehm (und brenn ihn zu Ziegeln) und mach mir (daraus) ein (hochragendes) Schloß (sarh)! Vielleicht kann ich dann zum Gott Moses emporsteigen (attali`u). Ich bin aber der Meinung, daß er ein Lügner ist."""  
  39 Und er und seine Truppen gebärdeten sich auf der Erde unberechtigterweise hochmütig und meinten, sie würden (dereinst) nicht zu uns zurückgebracht.  
  40 Da kamen wir (mit einem Strafgericht) über ihn und seine Truppen und warfen sie ins Meer. Schau nur, wie das Ende der Frevler war!  
  41 Und wir machten sie zu Vorbildern (des Unglaubens), die (die Menschen) zum Höllenfeuer rufen. Und am Tag der Auferstehung wird ihnen nicht geholfen werden.  
  42 Und wir haben sie hier im Diesseits mit Fluch verfolgt. Und am Tag der Auferstehung werden sie (allgemein) verabscheut werden (hum mina l-maqbuuhiena).  
  43 Und wir haben doch, nachdem wir die früheren Generationen hatten zugrunde gehen lassen, dem Moses die Schrift gegeben, als sichtbare Beweise (basaa§ir) für die Menschen, und als eine Rechtleitung und Barmherzigkeit, damit sie sich vielleicht mahnen lassen würden.  
  44 Und du warst nicht auf der westlichen Seite (des Berges), (damals) als wir die Entscheidung für Moses trafen (und ihn zum Gesandten beriefen). Und du warst (dabei) nicht Zeuge.  
  45 Wir aber haben Generationen (um Generationen) heraufkommen lassen, und sie lebten lange (genug). Und du hieltest dich (nach dem Aufbruch Moses) nicht unter den Leuten von Madyan auf, um ihnen unsere Verse zu verlesen. Wir aber haben (unsere) Boten entsandt.  
  46 Und du warst nicht auf der Seite des Berges, (damals) als wir (Moses) anriefen (und ihn uns zu vertraulichem Gespräch nahekommen ließen). (Es war) vielmehr Barmherzigkeit von deinem Herrn (daß du durch Offenbarung von alledem erfahren hast), damit du Leute warnen würdest, zu denen vor dir noch kein Warner gekommen ist. Vielleicht würden sie sich mahnen lassen.  
  47 "Und (wir hätten dir nicht den Auftrag erteilt, deine Landsleute zu warnen) wenn sie (sonst) nicht (zur Strafe) für die früheren Werke ihrer Hände ein Unglück treffen würde und sie dann sagen würden: ""Herr! Warum hast du denn keinen Gesandten zu uns geschickt, so daß wir deinen Zeichen hätten folgen können und (nunmehr) gläubig wären?"""  
  48 "Und als die Wahrheit von uns zu ihnen kam, sagten sie: ""Warum hat er nicht das gleiche (an Wunderzeichen) erhalten wie (früher) Moses?"" Aber haben sie denn nicht, was Moses früher erhalten hat, ungläubig abgelehnt? Sie sagten (ja): ""(Das sind) zwei Fälle von Zauberei (sihraani), die sich gegenseitig geholfen haben"", und: ""Wir glauben an nichts (von alledem)."""  
  49 "Sag: ""Dann bringt doch eine Schrift von Allah bei, die eher rechtleitet als die beiden, damit ich ihr (meinerseits) folge! (Tut das) wenn (anders) ihr die Wahrheit sagt!"""  
  50 Wenn sie deiner Aufforderung nicht Folge leisten, dann mußt du wissen, daß sie nur ihrer (persönlichen) Neigung folgen. Und wer ist mehr im Irrtum, als wer ohne Rechtleitung von Allah seiner (persönlichen) Neigung folgt? Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.  
  51 Und wir haben ihnen doch das Wort (der Offenbarung andauernd) zukommen lassen, damit sie sich vielleicht mahnen lassen würden.  
  52 Diejenigen, die die Schrift erhalten haben, noch ehe er da war, glauben an ihn.  
  53 "Und wenn er ihnen verlesen wird, sagen sie: ""Wir glauben an ihn. Es ist die Wahrheit (die) von unserem Herrn (kommt). Wir waren (schon) Muslime, noch ehe er da war."""  
  54 Die erhalten (dereinst) ihren Lohn doppelt (zur Vergeltung) dafür, daß sie geduldig waren. Und sie wehren (wenn ihnen etwas) Schlimmes (begegnet, es) mit (etwas) Gutem ab und geben Spenden von dem, was wir ihnen (an Gut) beschert haben.  
  55 "Und wenn sie (leeres) Gerede hören, wenden sie sich davon ab und sagen: ""Uns kommen (bei der Abrechnung) unsere Werke zu, und euch die euren. Heil (salaam) sei über euch! Wir wollen mit den Toren nichts zu tun haben."""  
  56 Du kannst nicht (einfach) rechtleiten, wen du (persönlich) gern magst. Allah ist es vielmehr, der rechtleitet, wen er will. Er weiß am besten, wer sich rechtleiten läßt.  
  57 "Und sie sagen: ""Wenn wir mit dir der rechten Leitung folgen, werden wir (mit Gewalt) aus unserem Land weggeholt."" (Aber) haben wir ihnen denn nicht über einen heiligen Bezirk (haram) Macht gegeben, der sicher ist, und in den alle möglichen Früchte eingeführt werden, (ihnen) von uns zum Unterhalt (bestimmt)? Jedoch die meisten von ihnen wissen (es) nicht."  
  58 Und wie manche Stadt, die sich ihres (üppigen) Lebensunterhaltes rühmte (batirat ma`ieschatahaa), haben wir (zur Strafe für den Unglauben ihrer Bewohner) zugrunde gehen lassen! Da sind nun, nachdem sie nicht mehr am Leben sind, ihre Wohnungen, (verödet und) kaum mehr, (von jemand) bewohnt. Wir sind es, die (alles) geerbt haben.  
  59 Aber dein Herr hätte die Städte nie zugrunde gehen lassen, ohne vorher in ihrer Mitte (fie ummihaa) einen Gesandten auftreten zu lassen, der ihnen unsere Verse verliest. Und wir hätten die Städte nie zugrunde gehen lassen, wenn ihre Bewohner nicht gefrevelt hätten.  
  60 Und was immer ihr (an Geld und Gut) erhalten habt, ist Nutznießung und Flitter des diesseitigen Lebens. Was aber bei Allah (an Lohn für euch) bereitsteht, ist besser und hat eher Bestand. Habt ihr denn keinen Verstand?  
  61 Ist denn einer, dem wir etwas Schönes versprochen haben, das er (dereinst persönlich) entgegennehmen wird, (gleich) wie einer, dem wir (nur) die Nutznießung des diesseitigen Lebens gegeben haben, und der dann am Tag der Auferstehung (zum Gericht) vorgeführt wird?  
  62 "Und am Tag (des Gerichts), da Allah sie anruft und sagt: ""Wo sind (nur) meine angeblichen Teilhaber?"""  
  63 "Diejenigen, über die das Urteil gefällt wird, sagen: ""Herr! Die da, die wir haben abirren lassen, haben wir abirren lassen, so wie wir (von sich aus) abgeirrt sind. Wir sagen uns vor dir (von ihnen) los (und erklären uns für unschuldig). Sie haben (überhaupt) nicht uns verehrt."""  
  64 "Und es wird (zu den Ungläubigen) gesagt: ""Betet zu euren Teilhabern!"" Und sie beten zu ihnen, aber sie erhören sie nicht. Und sie sehen die Strafe (unmittelbar vor sich). Hätten sie sich doch rechtleiten lassen!"  
  65 "Und am Tag (des Gerichts), da Allah sie anruft und sagt: ""Was habt ihr (in eurem Erdenleben) den Gesandten geantwortet? (Habt ihr ihnen Gehör geschenkt?)"""  
  66 Da, an jenem Tag, wissen sie über nichts mehr, Bescheid, und sie wenden sich nicht (mehr) mit Fragen aneinander.  
  67 Was (allerdings) denjenigen angeht, der umkehrt und glaubt und tut, was recht ist, so wird er vielleicht zu denen gehören, denen es wohl ergeht.  
  68 Und dein Herr schafft, was er will, und wählt (was er zu tun für gut findet). Sie haben nicht zu wählen. Allah sei gepriesen! Er ist erhaben über das, was sie (ihm an anderen Göttern) beigesellen.  
  69 Und dein Herr weiß, was sie im stillen in sich hegen, und was sie bekanntgeben.  
  70 Und er (allein) ist Allah. Es gibt keinen Gott außer ihm. Ihm sei Lob im Diesseits und Jenseits (fie l-uulaa wal-aakhira)! Ihm steht die Entscheidung (hukm) zu. Und zu ihm werdet ihr (dereinst) zurückgebracht.  
  71 Sag: Was meint ihr wohl, wenn Allah euch die Nacht zu einem Dauerzustand bis zum Tag der Auferstehung machen würde? Was für ein Gott außer Allah könnte euch (dann) Helligkeit bringen? Wollt ihr denn nicht hören?  
  72 Sag: Was meint ihr wohl, wenn Allah euch den (hellichten) Tag zu einem Dauerzustand bis zum Tag der Auferstehung machen würde? Was für ein Gott außer Allah könnte euch (dann) eine Nacht bringen, in der ihr ruhet? Wollt ihr denn nicht sehen?  
  73 In seiner Barmherzigkeit hat er euch (alle beide) die Nacht und den Tag gemacht, (die Nacht) damit ihr in ihr ruhet, und (den Tag) damit ihr danach strebet, daß er euch Gunst erweist, (indem ihr eurem Erweb nachgeht). Vielleicht würdet ihr dankbar sein.  
  74 "Und am Tag (des Gerichts), da Allah sie anruft und sagt: ""Wo sind (nun) meine angeblichen Teilhaber?"""  
  75 "Und aus jeder Gemeinschaft (umma) ziehen wir einen Zeugen heraus (damit er über sie aussage). Und wir sagen: ""Bringt euren Beweis vor!"" Da erkennen sie, daß die Wahrheit auf der Seite Allahs ist. Und entschwunden ist ihnen (und zu nichts geworden), was sie (an lügnerischem Götzenglauben) ausgeheckt haben."  
  76 "Korah (Qaaruun) gehörte zum Volk Moses. Und er war gegen seine Leute gewalttätig. Und wir gaben ihm so viel Schätze, daß die Schlüssel dazu von einer (ganzen) Schar kräftiger Männer kaum getragen werden konnten. (Damals) als seine Leute zu ihm sagten: ""Freu dich nicht (zu sehr)! Allah liebt diejenigen nicht, die sich (ihres Glückes) freuen."  
  77 "Trachte mit dem, was Allah dir (an Reichtum) gegeben hat, nach der Behausung des Jenseits, aber vergiß (auch) nicht deinen Anteil am Diesseits! Und tu Gutes, so wie Allah dir Gutes getan hat! Und sinne nicht (überall) im Land auf Unheil! Allah liebt die nicht, die Unheil anrichten."""  
  78 "Er sagte: ""Ich habe es nur auf Grund von Wissen, das ich besitze, erhalten."" Wußte er denn nicht, daß Allah vor ihm Generationen hat zugrunde gehen lassen, die kraftvoller waren und mehr (Reichtümer) zusammengebracht hatten als er? Die Sünder werden (dereinst beim Gericht) nicht (lange) nach ihren (einzelnen) Sünden gefragt."  
  79 "Und er kam in seinem (ganzen) Schmuck zu seinen Leuten heraus. Diejenigen, denen der Sinn nach dem diesseitigen Leben stand, sagten: ""Hätten wir doch ebensoviel (Geld und Gut), wie Korah erhalten hat! Er hat großes Glück."""  
  80 "Diejenigen, denen das Wissen gegeben worden war, sagten: ""Wehe euch! Allahs Lohn ist besser für diejenigen die glauben und tun, was recht ist (als irdischer Besitz). Aber es wird nur denen dargeboten, die geduldig sind."""  
  81 Da ließen wir ihn und seine Behausung in die Erde versinken. Und er hatte nun keine Schar (von Anhängern), die ihm außer Allah hätte helfen können. Und er fand keine Hilfe.  
  82 "Diejenigen aber, die am Tag zuvor seine Stelle (einzunehmen) gewünscht hatten sagten am (nächsten) Morgen (nachdem das Strafgericht über Korah hereingebrochen war): ""Anscheinend (? waika`anna) teilt Allah den Unterhalt reichlich zu, wem von seinen Dienern er will, und begrenzt (ihn auch wieder). Wenn Allah uns nicht Gnade erwiesen hätte, hätte er uns (mit Korah in die Erde) versinken lassen. Anscheinend (? waika§annahuu) ergeht es den Ungläubigen nicht wohl."""  
  83 Das ist die jenseitige Behausung. Wir bestimmen sie für diejenigen, denen der Sinn nicht danach steht, im Land mächtig (und gewalttätig) zu sein und Unheil anzurichten. Das Ende fällt (dereinst) zugunsten derer aus, die gottesfürchtig sind.  
  84 Denen, die mit einer guten Tat (vor den Richter) kommen, wird etwas noch Besseres (als Lohn zuteil). Denjenigen aber, die mit einer schlechten Tat (vor den Richter) kommen, - denen, die schlechte Taten begangen haben, wird nur (für) das vergolten, was sie getan haben.  
  85 Der, der dir den Koran (zu verkünden) auferlegt hat, wird dich (dereinst) zu einer Wiederkehr (ins jenseitige Leben) zurückbringen (wo dann zwischen dir und deinen ungläubigen Landsleuten entschieden werden wird). Sag: Mein Herr weiß sehr wohl, wer den Menschen die rechte Leitung bringt, und wer sich offensichtlich im Irrtum befindet.  
  86 Und du hast (früher) nicht damit gerechnet, daß (gerade) dir die Schrift (zur Verkündigung) zugewiesen würde. (Es ist) nichts als Barmherzigkeit von deinem Herrn (wenn er dir Offenbarungen eingegeben hat). Nimm nun ja nicht für die Ungläubigen Partei!  
  87 Und laß dich ja nicht durch sie von den Zeichen Allahs abhalten, nachdem sie (nun einmal als Offenbarung) zu dir herabgesandt worden sind! Und ruf (die Menschen) zu deinem Herrn, und sei ja keiner von den Heiden!  
  88 Und ruf nicht neben Allah einen anderen Gott an! Es gibt keinen Gott außer ihm. Alles ist dem Untergang geweiht, nur er nicht. Ihm steht die Entscheidung (hukm) zu. Und zu ihm werdet ihr (dereinst) zurückgebracht.