.Sure 11 | Hüd. |
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  1 §lr (alif laam raa§). (Dies ist) eine Schrift, deren Verse (eindeutig) bestimmt und dann (im einzelnen) auseinandergesetzt sind, (und die) von einem her(kommt), der weise und (über alles) wohlunterrichtet ist,  
  2 (des Inhalts) daß ihr nur Allah dienen sollt - von ihm (gesandt) bin ich euch ein Warner und ein Verkünder froher Botschaft -,  
  3 und (mit der Aufforderung): bittet euren Herrn um Vergebung und wendet euch hierauf (reumütig) wieder ihm zu, dann wird er euch auf eine bestimmte Frist eine schöne Nutznießung geben und seine Huld wird er jedem gewähren, der sie verdient. Wenn ihr euch aber abwendet (und der Heilsbotschaft kein Gehör schenkt), fürchte ich, daß euch die Strafe eines schweren Tages treffen wird.  
  4 Zu Allah werdet ihr (dereinst) zurückkehren. Er hat zu allem die Macht.  
  5 Sie verschließen ja ihre Brust, um sich vor ihm zu verstecken. (Aber) wenn sie sich in ihr Gewand verkriechen, weiß er ja (trotzdem), was sie geheimhalten, und was sie bekanntgeben. Er weiß Bescheid über das, was die Menschen in ihrem Innern (an Gedanken und Gesinnungen) hegen.  
  6 Und es gibt kein Geschöpf auf der Erde, dessen Versorgung nicht Allah obläge. Und er kennt seinen Aufenthaltsort und seine Heimstatt. Alles ist in einer deutlichen Schrift (verzeichnet).  
  7 "Und er ist es, der Himmel und Erde in sechs Tagen geschaffen hat, während sein Thron (bis dahin) über dem Wasser schwebte, damit er euch (Menschen) auf die Probe stelle (und sehe), wer von euch am besten handelt. Und wenn du sagst: Ihr werdet nach dem Tode auferweckt werden, sagen diejenigen, die ungläubig sind: ""Das ist ganz offensichtlich Zauberei."""  
  8 "Und wenn wir ihnen die Strafe für eine bestimmte Frist (umma) aufschieben, sagen sie: ""Was hält ihn zurück?"" (Sie werden es schon noch erleben.) Am Tag, da sie über sie kommt, werden sie nicht (mehr) damit verschont. Dann werden sie von dem erfaßt, worüber sie sich (zeitlebens) lustig gemacht haben."  
  9 Und wenn wir den Menschen eine Probe unserer Barmherzigkeit erleben lassen und sie ihm hierauf (wieder) entziehen, ist er ganz verzweifelt und undankbar (kafuur).  
  10 "Wenn wir ihn aber, nachdem Ungemach über ihn gekommen ist, etwas Angenehmes erleben lassen, sagt er bestimmt (wie wenn alles von selber geschehen wäre): ""Das Unheil ist von mir weggegangen."" Er ist (dann) froh und prahlerisch. -"  
  11 Ausgenommen diejenigen, die geduldig sind und tun, was recht ist. Die haben (dereinst) Vergebung und einen hohen Lohn zu erwarten.  
  12 "Vielleicht möchtest du etwas von dem, was dir (als Offenbarung) eingegeben wird, auslassen und fühlst dich dadurch bedrückt. (Darum) daß sie sagen: ""Warum ist (denn) nicht ein Schatz auf ihn herabgesandt worden oder ein Engel mit ihm gekommen?"" Du bist (aber) nur ein Warner. Und Allah ist Sachwalter über alles."  
  13 "Oder sie sagen: ""Er hat ihn (seinerseits) ausgeheckt."" Sag: Dann bringt doch zehn Suren bei, die ihm gleich, und die (von euch) ausgeheckt sind, und ruft, wenn (anders) ihr die Wahrheit sagt, an, wen ihr an Allahs Statt (als Zeugen für die Wahrheit eurer Aussage aufzutreiben) vermögt!"  
  14 Wenn sie euch dann kein Gehör schenken, müßt ihr wissen, daß er eben mit Allahs Wissen herabgesandt worden ist, und daß es keinen Gott gibt außer ihm. Wollt ihr denn nicht (ihm) ergeben (muslim) sein?  
  15 Denjenigen, denen der Sinn nach dem diesseitigen Leben und seinem Flitter steht, zahlen wir ihre (verdienstlichen) Handlungen (bereits) in ihm voll heim, und ihnen wird in ihm nichts abgezwackt.  
  16 Das sind die, die im Jenseits nur das Höllenfeuer zu erwarten haben. Und hinfällig ist (dann), was sie in ihm gemacht, und zunichte wird, was sie (zeitlebens) getan haben.  
  17 Ist denn einer, dem ein klarer Beweis (baiyina) von seiten seines Herrn vorliegt, während ein Zeuge von ihm ihn verliest und die Schrift Moses ihm als Richtschnur und (Erweis der göttlichen) Barmherzigkeit vorausgegangen ist (gleich einem, der gegen Allah lügnerische Behauptungen ausheckt)? Sie (die die richtige Einsicht haben) glauben daran. Wer aber von den Gruppen (al-ahzaab) nicht daran glaubt, dessen Stelldichein ist (dereinst) das Höllenfeuer. Du darfst nicht darüber im Zweifel sein. Es ist die Wahrheit (die) von deinem Herrn (kommt). Aber die meisten Menschen glauben nicht.  
  18 "Und wer ist frevelhafter, als wer gegen Allah eine Lüge ausheckt? Die (die das tun) werden (am Tag des Gerichts) ihrem Herrn vorgeführt werden. Und die Zeugen werden sagen: ""Das sind die, die gegen ihren Herrn gelogen haben."" Ja, Allahs Fluch kommt über die Frevler,"  
  19 die (ihre Mitmenschen) vom Wege Allahs abhalten und wünschen, daß er krumm sei (statt gerade), und die nicht an das Jenseits glauben.  
  20 Die konnten sich auf der Erde (ihm) nicht entziehen. Und sie haben außer Allah keine Freunde. Die Strafe wird ihnen verdoppelt werden. Sie vermochten (zeitlebens) nicht zu hören und konnten nicht sehen.  
  21 Sie sind es, die ihrer selbst verlustig gegangen sind, und denen entschwunden (und zu nichts geworden) ist, was sie (an lügnerischem Götzenglauben) ausgeheckt haben.  
  22 Wahrlich, im Jenseits sind sie (dereinst) diejenigen, die am meisten verlieren (al-akhsaruuna).  
  23 Diejenigen (aber), die glauben und tun, was recht ist, und sich vor ihrem Herrn demütigen, werden Insassen des Paradieses sein und (ewig) darin weilen.  
  24 Die beiden Gruppen (der Ungläubigen und der Gläubigen) sind gleichsam wie einer, der blind und taub ist, und einer, der sieht und hört. Sind die beiden etwa einander gleichzusetzen? Wollt ihr euch denn nicht mahnen lassen?  
  25 "Wir haben ja den Noah (als unseren Boten) zu seinem Volk gesandt. (Er sagte:) ""Ich bin euch ein deutlicher Warner (der euch ermahnt)"""  
  26 "daß ihr nur Allah dienen sollt. Ich fürchte, daß euch (falls ihr in eurem Unglauben verharrt) die Strafe eines schmerzhaften Tages treffen wird."""  
  27 "Da sagten die Vornehmen (al-mala§) aus seinem Volk, die ungläubig waren: ""Wie wir sehen, bist du nur ein Mensch (baschar) wie wir und folgen dir nur diejenigen von uns, die der untersten Schicht der Bevölkerung angehören, (wobei sie dir nachlaufen) ohne lange zu überlegen. Wir sind der Ansicht, daß ihr uns gegenüber nicht im Vorteil seid. Wir sind vielmehr der Meinung, daß ihr lügt."""  
  28 "Er sagte: ""Ihr Leute! Was meint ihr wohl, wenn mir ein klarer Beweis (baiyina) von seiten meines Herrn vorliegt und er mir Barmherzigkeit von sich hat zukommen lassen, während sie eurem Blick entzogen wurde (so daß ihr wie mit Blindheit geschlagen waret und keine Kenntnis davon bekamet), - (was meint ihr) sollen wir sie euch gegen euren Willen aufnötigen?"  
  29 Ihr Leute! Ich verlange von euch kein Geld dafür (daß ich euch die Offenbarung verkünde). Allah allein kommt für meinen Lohn auf. Und ich gedenke nicht, diejenigen, die glauben, (aus meiner Gemeinschaft) zu verstoßen. Sie werden (ja) ihrem Herrn (am jüngsten Tag) begegnen (und dann von ihm zur Rechenschaft gezogen werden). Aber wie ich sehe, seid ihr ein törichtes Volk.  
  30 Ihr Leute! Wer wird mir vor Allah (und seiner Strafe) helfen, gesetzt den Fall, ich verstoße sie (aus meiner Gemeinschaft)? Wollt ihr euch denn nicht mahnen lassen?  
  31 "Ich sage auch nicht zu euch, daß ich über die Vorräte verfüge, die Allah (in seinem Reichtum allein) besitzt, oder daß ich das Verborgene weiß. Auch nicht, daß ich ein Engel bin. Und von denen, die in euren Augen verächtlich sind, sage ich nicht, daß Allah ihnen nicht etwas Gutes geben werde. Allah weiß sehr wohl, was sie in sich bergen. Sonst würde ich zu den Frevlern gehören."""  
  32 "Sie sagten: ""Noah! Du hast nun lange genug mit uns gestritten (qad dschaadaltanaa fa-aktharta dschidaalanaa). Bring uns her, was du uns versprichst, wenn (anders) du die Wahrheit sagst!"""  
  33 "Er sagte: ""Allah (allein) wird es euch bringen, wenn er will. Ihr könnt euch (ihm) dann nicht entziehen."  
  34 "Und mein guter Rat - wenn ich euch (schon) raten will - nützt euch nichts, wenn Allah euch abirren lassen will. Er ist euer Herr. Und zu ihm werdet ihr (dereinst) zurückgebracht."""  
  35 "Oder sie sagen: ""Er hat ihn (seinerseits) ausgeheckt."" Sag: Angenommen, ich habe ihn (tatsächlich) ausgeheckt, dann belastet (diese) meine Versündigung mich (und nicht euch). Und ich bin (umgekehrt) an eurer Versündigung unschuldig."  
  36 "Und dem Noah wurde (als Offenbarung) eingegeben: ""Niemand aus deinem Volk wird gläubig werden außer denen, die schon gläubig sind. Mach dir nun keinen Kummer über das, was sie getan haben!"  
  37 "Und verfertige unter unseren Augen und so, wie wir es (dir) eingeben, das Schiff (al-fulk) und lege bei mir keine Fürsprache für diejenigen ein, die gefrevelt haben! Sie werden (unweigerlich) ertränkt werden."""  
  38 "Er verfertigte also das Schiff. Und sooft Vornehme (mala§) aus seinem Volk an ihm vorbeikamen, spotteten sie über ihn. Er sagte: ""Wenn ihr (jetzt) über uns spottet, spotten wir (später) ebenso über euch."  
  39 "Und ihr werdet es (schon noch zu) wissen (bekommen), über wen eine Strafe kommen wird, die ihn zuschanden macht, und über wen (dereinst) eine beständige Strafe hereinbrechen wird."""  
  40 "Und als dann schließlich unsere Entscheidung (amr) eintraf und der Ofen kochte (faara t-tannuuru), sagten wir: ""Belade es mit einem Paar von jeder Gattung und mit deiner Familie außer dem, gegen den der Ausspruch (der Vorherbestimmung) bereits vorliegt, und mit denjenigen, die (sonst noch) gläubig sind!"" Aber nur wenige waren mit ihm gläubig."  
  41 "Noah sagte: ""Steiget in das Schiff ein! Im Namen Allahs geschehe seine Fahrt und seine Landung! Mein Herr ist barmherzig und bereit zu vergeben."""  
  42 "Es fuhr nun mit ihnen dahin auf einer Woge (so hoch) wie die Berge. Und Noah rief seinem Sohn zu, der abseits stand: ""Mein Sohn! Steige mit uns ein und halte es nicht mit den Ungläubigen!"""  
  43 "Er sagte: ""Ich werde mich auf einen Berg zurückziehen, der mich vor dem Wasser schützt."" Noah sagte: ""Heute gibt es keinen, der vor der Entscheidung (amr) Allahs schützen würde (Niemand findet Rettung) es sei denn einer, dessen er sich erbarmt."" Und die Woge trat (trennend) zwischen die beiden. So war er (einer) von denen, die ertränkt wurden."  
  44 "Und es wurde gesagt: ""Erde, verschlinge dein Wasser! Himmel, halt ein (mit Regnen)!"" Und das Wasser nahm ab und die Angelegenheit war erledigt (qudiya l-amru). Und das Schiff saß auf (dem Berg) al-Dschuudei auf. Und es wurde gesagt: ""Fluch über das Volk, der Frevler!"""  
  45 "Und Noah rief seinen Herrn an und sagte: ""Herr! Mein Sohn gehört (doch) zu meiner Familie. Und dein Versprechen (meine Familie zu retten) ist wahr. Du bist der, der am besten entscheidet."""  
  46 "Allah sagte: ""Noah! (Nein!) Er gehört nicht zu deiner Familie. Das ist nicht recht gehandelt. Bitte mich nicht um etwas, worüber du kein Wissen hast! Ich ermahne dich, damit du nicht ein Tor wirst!"""  
  47 "Er sagte: ""Herr! Mögest du mich davor behüten, daß ich dich um etwas bitte, worüber ich kein Wissen habe! Wenn du mir nicht vergibst und dich meiner (nicht) erbarmst, werde ich (dereinst) zu denen gehören, die den Schaden haben."""  
  48 "Es wurde gesagt: ""Noah! Geh an Land, begleitet von unserem Heil und (unseren) Segnungen für dich und für Gemeinschaften (umam), die mit dir sind! Aber (gewissen) Gemeinschaften werden wir eine Nutznießung (auf eine beschränkte Zeit) geben. Hierauf wird sie eine schmerzhafte Strafe von uns treffen."  
  49 Dies gehört zu den Geschichten, deren Kenntnis (den gewöhnlichen Sterblichen) verborgen ist. Wir geben es dir (als Offenbarung) ein. Du wußtest zuvor nichts davon, auch nicht dein Volk. Sei nun geduldig! Das Ende fällt (dereinst) zugunsten derer aus, die gottesfürchtig sind.  
  50 "Und zu den `Aad (haben wir) ihren Bruder Huud (als unseren Boten gesandt). Er sagte: ""Ihr Leute! Dienet Allah! Ihr habt keinen anderen Gott als ihn. Es ist eine reine Erfindung von euch (wenn ihr behauptet, daß es neben ihm noch andere Götter gebe)."  
  51 Ihr Leute! Ich verlange von euch keinen Lohn dafür (daß ich euch die Offenbarung verkünde). Der allein kommt für meinen Lohn auf, der mich geschaffen hat. Habt ihr denn keinen Verstand?  
  52 "Und, ihr Leute, bittet euren Herrn um Vergebung und wendet euch hierauf (reumütig) wieder ihm zu, dann wird er den Himmel reichlich über euch regnen lassen und euch noch kraftvoller werden lassen, als ihr (bereits) seid! Und wendet euch nicht in sündhafter Weise (von meiner Botschaft) ab!"""  
  53 "Sie sagten: ""Huud! Du bist mit keinem klaren Beweis (baiyina) zu uns gekommen. Wir gedenken nicht, unsere Götter auf Grund dessen, was du sagst (`an qaulika), aufzugeben und schenken dir keinen Glauben."  
  54 "Wir können nur sagen, daß einer von unseren Göttern dir etwas Böses angetan hat."" Huud sagte: ""Ich rufe Allah zum Zeugen an, und bezeugt (auch ihr), daß ich unschuldig bin an dem, was ihr (dem einen Gott an anderen Göttern) beigesellt,"  
  55 statt ihm (allein zu dienen)! Wendet doch allesamt List gegen mich an (wenn ihr könnt) und laßt mich hierauf nicht lange warten!  
  56 Ich vertraue (meinerseits) auf Allah, meinen und euren Herrn. (Er ist allmächtig.) Es gibt kein Geschöpf (daabba) (auf der Erde), das er nicht beim Schopfe halten würde. Mein Herr ist auf einem geraden Weg.  
  57 "Wenn ihr euch nun abwendet (und mir kein Gehör schenkt, ist das eure Sache). Ich habe euch die Botschaft, die mir an euch aufgetragen worden ist, ausgerichtet. Und mein Herr wird ein anderes Volk zu euren Nachfolgern machen, und ihr könnt ihm (wenn er das tut) nichts anhaben. Mein Herr gibt auf alles acht."""  
  58 Und als dann unsere Entscheidung (amr) eintraf, erretteten wir in Anbetracht unserer Barmherzigkeit Huud und diejenigen, die mit ihm glaubten. Und wir erretteten sie (auch) vor einer harten Strafe (im Jenseits).  
  59 Das waren die `Aad. Sie leugneten die Zeichen ihres Herrn, waren gegen seine Gesandten widerspenstig und folgten dem Befehl eines jeden (vom rechten Weg) abschweifenden Gewaltmenschen.  
  60 Und sie waren hier im Diesseits vom Fluch verfolgt, und (sind es ebenso) am Tag der Auferstehung. Die `Aad waren ja undankbar gegen ihren Herrn. Ja, Fluch über `Aad, die Leute von Huud!  
  61 "Und zu den Thamuud (haben wir) ihren Bruder Saalih (als unseren Boten gesandt). Er sagte: ""Ihr Leute! Dienet Allah! Ihr habt keinen anderen Gott als ihn. Er hat euch aus der Erde entstehen lassen und euch auf ihr die Möglichkeit zum Leben gegeben (ista`marakum). Bittet ihn nun um Vergebung und wendet euch hierauf (reumütig) wieder ihm zu! Mein Herr ist nahe und erhört (das Gebet)."""  
  62 "Sie sagten: ""Saalih! Man hatte ehedem unter uns (große) Hoffnung auf dich gesetzt. Willst du uns denn verbieten, den Göttern zu dienen, denen unsere Väter (von jeher) gedient haben? Wir hegen über das, wozu du uns aufforderst, bedenklichen Zweifel."""  
  63 "Er sagte: ""Ihr Leute! Was meint ihr wohl, wenn mir ein klarer Beweis (baiyina) von seiten meines Herrn vorliegt und er mir Barmherzigkeit von sich hat zukommen lassen, - wer wird mir da vor Allah (und seiner Strafe) helfen, gesetzt den Fall, ich bin gegen ihn widerspenstig? Ihr bringt mich (angenommen, ich gebe eurem Ansinnen nach) nur noch mehr in Schaden."  
  64 "Und, ihr Leute, dies ist das Kamel Allahs, euch zum Zeichen. Laßt es auf Allahs (weiter) Erde weiden und tut ihm nichts Böses an! Sonst kommt nächstens eine Strafe über euch."""  
  65 "Aber sie brachten es zu Fall (indem sie ihm die Flechsen durchschnitten). Da sagte er: ""Genießet (euer Dasein) in eurer Behausung (noch) drei Tage! Das ist keine leere Drohung."""  
  66 Und als dann unsere Entscheidung (amr) eintraf, erretteten wir Anbetracht unserer Barmherzigkeit Saalih und diejenigen, die mit ihm glaubten, auch vor der Schande an jenem Tag (des Weltgerichts). Dein Herr ist der Starke und Mächtige.  
  67 Da kam über diejenigen, die frevelten, der Schrei, und am Morgen lagen sie in ihren Behausungen (tot) am Boden.  
  68 (Es sah so aus) als ob sie darin (überhaupt) nicht existiert hätten. Die Thamuud waren ja undankbar gegen ihren Herrn. Ja, Fluch über die Thamuud!  
  69 "Unsere Gesandten sind doch (seinerzeit) zu Abraham mit der frohen Botschaft gekommen (daß er Nachkommenschaft haben werde). Sie sagten: ""Heil!"" Er sagte (ebenfalls) ""Heil!"" und brachte alsbald ein gebratenes Kalb herbei."  
  70 "Und als er sah, daß sie nicht zugriffen, kamen sie ihm verdächtig vor (nakirahum), und er empfand Furcht vor ihnen. Sie sagten: ""Hab keine Angst! Wir sind zu den Leuten von Lot gesandt."""  
  71 Seine Frau, die dabeistand, lachte. Da verkündeten wir ihr den Isaak, und nach Isaak den Jakob.  
  72 "Sie sagte: ""Wehe! Ich soll (noch) gebären, wo ich doch eine alte Frau bin und der da mein Mann ist, ein Greis? Das ist doch merkwürdig."""  
  73 "Sie sagten: ""Findest du die Entscheidung (amr) Allahs merkwürdig? Die Barmherzigkeit Allahs und seine Segnungen (mögen) auf euch (ruhen), ihr Leute des Hauses! Er ist des Lobes und des Preises würdig."""  
  74 Und als der Schrecken von Abraham gewichen und die frohe Botschaft zu ihm gekommen war, begann er mit uns über die Leute von Lot zu Streiten (yudschaadilunaa) (in der Absicht, die Strafe von ihnen abzuwenden).  
  75 Abraham war mild, empfindsam (auwaah) und bußfertig (munieb).  
  76 "(Die Gesandten sagten:) ""Abraham! Laß davon ab! Die Entscheidung (amr) deines Herrn ist nun einmal eingetroffen, und eine unabwendbare Strafe wird über sie kommen."""  
  77 "Und als unsere Gesandten zu Lot kamen, geriet er ihretwegen in Bedrängnis (sie§a bihim) und wußte nicht, was er mit ihnen machen sollte (daaqa bihim zar`an). Er sagte: ""Das ist ein schwerer Tag (yaumun `asiebun)."""  
  78 "Und seine Leute kamen zu ihm gelaufen - und vorher begingen sie (fortwährend) Schlechtigkeiten. Er sagte: ""Ihr Leute! Da habt ihr meine Töchter. Die sind reiner für euch (als meine Gäste). Fürchtet Allah und bringt mich nicht hinsichtlich meiner Gäste in Schande! Ist denn kein rechtlicher Mann unter euch?"""  
  79 "Sie sagten: ""Du weißt doch, wir haben kein Recht auf deine Töchter. Und du weißt (wohl), was wir wollen."""  
  80 "Er sagte: ""Wenn ich nur gegen euch aufkommen oder (aber) mich auf einen festen Stützpunkt (rukn) zurückziehen könnte!"""  
  81 "Sie sagten: ""Lot! Wir sind die Gesandten deines Herrn. Sie werden dir nicht beikommen. Zieh nun mit deiner Familie zu nächtlicher Stunde (bi-qit`in mina l-laili) los, und keiner von euch soll sich umwenden mit Ausnahme deiner Frau! Sie wird dasselbe Schicksal erleiden wie deine Volksgenossen. Die Zeit, die ihnen gesetzt ist (mau`iduhum), ist der Morgen. Ist der Morgen nicht (schon) nahe?"""  
  82 Und als dann unsere Entscheidung (amr) eintraf, kehrten wir das Oberste ihrer Stadt zuunterst und ließen Steine von übereinandergeschichtetem Ton (? sidschiel manduud) auf sie regnen,  
  83 (Steine) bei deinem Herrn gezeichnet. Und sie liegt den Frevlern nicht fern. (Auch diese können einmal einem solchen Strafgericht zum Opfer fallen.)  
  84 "Und zu den Madyan (haben wir) ihren Bruder Schu`aib (als unseren Boten gesandt). Er sagte: ""Ihr Leute! Dienet Allah! Ihr habt keinen anderen Gott als ihn. Und gebt nicht zu kleines Maß und Gewicht! Wie ich sehe, befindet ihr euch in guten Verhältnissen. Ich fürchte aber, daß euch (falls ihr in eurem Unglauben verharrt) die Strafe eines (alles) umfassenden Tages treffen wird."  
  85 Und, ihr Leute, gebt volles Maß und Gewicht, so wie es recht ist (bil-qisti), und zwackt den Leuten nicht ab, was ihnen gehört! Und treibt nicht (überall) im Land euer Unwesen, indem ihr Unheil anrichtet!  
  86 "Das, was Allah (bei euch) ließ, ist besser für euch, wenn (anders) ihr gläubig seid. Und ich bin nicht Hüter über euch."""  
  87 "Sie sagten: ""Schu`aib! Befiehlt dir dein Gebet, daß wir die Götter aufgeben, denen unsere Väter (von jeher) gedient haben, oder (verbietet es) daß wir mit unserem Vermögen tun, was wir wollen? Du bist (doch sonst immer so) mild und rechtlich."""  
  88 "Schu`aib sagte: ""Ihr Leute! Was meint ihr wohl, wenn mir ein klarer Beweis (baiyina) von seiten meines Herrn vorliegt und er mir (aus dem Schatz seiner Gnade) einen schönen Unterhalt beschert hat? (Da kann ich mich doch seinem Auftrag nicht entziehen.) Wenn ich euch etwas verbiete, so will ich mich euch damit nicht (einfach) widersetzen (wa-maa uriedu an ukhaalifakum ilaa maa anhaakum `anhu). Ich will nichts als für Ordnung sorgen (al-islaaha), soweit ich es (eben) vermag. Bei Allah allein steht es, mir Gelingen zu geben. Auf ihn vertraue ich, und ihm wende ich mich (bußfertig) zu."  
  89 Und, ihr Leute, die Opposition (die ihr) gegen mich (treibt) soll euch ja nicht dazu bringen, daß ihr ein ähnliches Schicksal erleidet, wie (seinerzeit) das Volk von Noah oder das von Huud oder von Saalih. Und das Volk von Lot liegt euch nicht fern. (Ihr mögt es euch zur Warnung dienen lassen.)  
  90 "Bittet euren Herrn um Vergebung und wendet euch hierauf (reumütig) wieder ihm zu! Mein Herr ist barmherzig und liebreich."""  
  91 "Sie sagten: ""Schu`aib! Wir verstehen kaum etwas von dem, was du sagst. Wie wir sehen, bist du innerhalb unserer Gemeinschaft machtlos. Wenn deine Gruppe (von Männern) (rahtuka) nicht wäre, würden wir dich bestimmt steinigen. Du (selber) imponierst uns nicht."""  
  92 "Er sagte: ""Imponiert euch (denn) meine Gruppe (von Männern) (rahtie) mehr als Allah, und habt ihr ihn nicht ernst (? zihrieyan) genommen (anstatt ihn allem anderen voranzustellen)? Mein Herr erfaßt (mit seinem Wissen alles) was ihr tut."  
  93 "Und, ihr Leute, handelt nach dem Standpunkt, den ihr einnehmt (? `alaa makaanatikum)! Ich werde (ebenfalls) handeln (wie ich es meinerseits für recht halte). Ihr werdet es (schon noch zu) wissen (bekommen), über wen eine Strafe kommen wird, die ihn zuschanden macht, und wer ein Lügner ist (ich oder ihr). Paßt auf! Ich passe mit euch auf."""  
  94 Und als dann unsere Entscheidung (amr) eintraf, erretteten wir in Anbetracht unserer Barmherzigkeit Schu`aib und diejenigen, die mit ihm glaubten. Aber über diejenigen, die frevelten, kam der Schrei, und am Morgen lagen sie in ihren Behausungen (tot) am Boden.  
  95 (Es sah so aus) als ob sie darin (überhaupt) nicht existiert hätten. Ja, Fluch über die Madyan, so wie die Thamuud verflucht sind!  
  96 Und wir entsandten doch (seinerzeit) den Moses mit unseren Zeichen und mit offenkundiger Vollmacht  
  97 zu Pharao und seinen Vornehmen (mala§). Aber sie folgten dem Befehl Pharaos. Und der Befehl Pharaos war nicht die richtige Weisung.  
  98 Pharao wird seinen Leuten am Tag der Auferstehung vorangehen. Er bringt sie dann (so wie ein Hirte seine Herde zu einer Wasserstelle bringt) zum Höllenfeuer hinab, - und schlimm ist das Ziel, wohin sie gelangen.  
  99 Sie waren hier (im Diesseits) vom Fluch verfolgt und (sind es ebenso) am Tag der Auferstehung, - eine schlimme Gabe, die ihnen (da) geschenkt wird!  
  100 Dies gehört zu den Geschichten der Städte. Wir berichten es dir. Zum Teil bestehen sie (noch), zum Teil sind sie (wie) abgeerntet (vom Erdboden verschwunden).  
  101 Und wir haben nicht gegen sie gefrevelt (indem wir sie zugrunde gehen ließen). Sie haben vielmehr gegen sich selber gefrevelt (indem sie nicht auf unsere Boten hörten und sich so ins Unrecht setzten). Und ihre Götter, zu denen sie (zeitlebens) gebetet haben, statt zu Allah, halfen ihnen nichts, als die Entscheidung (amr) deines Herrn eintraf. Sie brachten sie nur noch mehr ins Verderben.  
  102 So geht es, wenn dein Herr die Städte in ihrer Frevelhaftigkeit (mit einem Strafgericht) erfaßt. Er faßt schmerzhaft und hart zu.  
  103 Darin liegt ein (warnendes) Zeichen für diejenigen, die die Strafe des Jenseits fürchten. Das ist ein Tag, zu dem die Menschen (alle) versammelt werden. Und das ist ein Tag, an dem man (allgemein) zugegen ist.  
  104 Und wir schieben sie nur für eine bestimmte Frist auf.  
  105 Am Tag, da sie kommt, sagt niemand ein Wort, außer mit seiner Erlaubnis. Unter ihnen gibt es dann welche, die unselig (schaqie), und welche, die selig (sa`ied) sind.  
  106 Die Unseligen werden dann im Höllenfeuer sein, wo sie (vor Schmerzen) laut aufheulen und hinausschreien,  
  107 und darin weilen, solange Himmel und Erde währen, - soweit es dein Herr nicht anders will. Dein Herr tut (immer) (fa``aalun), was er will.  
  108 Diejenigen aber, die selig sind (su`iduu), werden im Paradies sein und darin weilen, solange Himmel und Erde währen, - soweit dein Herr es nicht anders will, - ein Geschenk (das ihnen) unverkürzt (gewährt wird).  
  109 Du darfst deshalb über die Götter, denen diese da dienen, nicht im Zweifel sein. Sie treiben in derselben Weise Götzendienst, wie das ihre Väter früher (immer) getan haben. Wir werden ihnen ihren Anteil voll und unverkürzt heimzahlen.  
  110 Wir haben doch (seinerzeit) dem Moses die Schrift gegeben. Dann wurde man darüber uneins. Und wenn es nicht ein Wort von deinem Herrn gäbe, das bereits vorliegt (und das ihnen Aufschub gewährt), wäre zwischen ihnen (schon) entschieden worden. Sie hegen darüber bedenklichen Zweifel.  
  111 Und allen wird dein Herr ihre Handlungen unweigerlich voll heimzahlen. Er ist wohl darüber unterrichtet, was sie tun.  
  112 Halte nun geraden Kurs (fa-staqim), wie dir befohlen worden ist, (du) und diejenigen, die mit dir umgekehrt sind (und Buße getan haben)! Und seid nicht aufsässig! Er durchschaut wohl, was ihr tut.  
  113 Und sucht nicht bei denen Anlehnung, die freveln! Sonst kommt ihr (dereinst) in das Höllenfeuer. Ihr habt außer Allah keine Beschützer. Und dereinst wird euch nicht geholfen werden.  
  114 Und verrichte das Gebet (salaat) an den beiden Enden des Tages und zu frühen Zeiten der Nacht (? zulafan mina l-laili)! Die guten Taten lassen die schlechten Taten dahinschwinden. Das ist eine Mahnung für diejenigen, die (Allahs) gedenken.  
  115 Und sei geduldig! Allah bringt diejenigen, die tun, was recht ist (al-muhsiniena), nicht um ihren Lohn.  
  116 Warum gab es denn unter den Generationen vor euch nicht Leute (begabt) mit (moralischer) Stärke, die dem Unheil auf der Erde Einhalt geboten, - abgesehen von (einigen) wenigen von ihnen, die wir erretteten? Diejenigen, die frevelten (- und das war die überwiegende Mehrzahl-) folgten dem Wohlleben, das ihnen zugefallen war (maa utrifuu fiehi), und waren sündig.  
  117 Dein Herr konnte die Städte unmöglich zu Unrecht zugrunde gehen lassen, während ihre Bewohner taten, was recht ist (wa-ahluhaa muslihuuna).  
  118 Und wenn dein Herr gewollt hätte, hätte er die Menschen zu einer einzigen Gemeinschaft (umma) gemacht. Aber sie sind immer noch uneins,  
  119 "ausgenommen diejenigen, derer dein Herr sich erbarmt hat. Dazu hat er sie geschaffen. Und das Wort deines Herrn ist in Erfüllung gegangen (das besagt): ""Ich werde wahrlich die Hölle mit lauter Dschinn (dschinna) und Menschen anfüllen."  
  120 Und wir berichten dir lauter (solche) Geschichten von den Gesandten, um dir damit das Herz zu festigen. Und darin ist die Wahrheit zu dir gekommen, und eine Ermahnung (mau`iza) und Erinnerung (zikraa) für die Gläubigen.  
  121 Und sag zu denen, die nicht glauben: Handelt nach dem Standpunkt, den ihr einnehmt (? ` alaa makaanatikum)! Wir handeln (ebenfalls, wie wir es unsererseits für recht halten).  
  122 Und wartet (nur) ab! Wir warten (ebenfalls) ab.  
  123 Und Allah besitzt (mit seinem Allwissen) die Geheimnisse von Himmel und Erde. Und vor ihn wird alles (zur letzten Entscheidung) gebracht werden. Diene ihm und vertrau auf ihn! Dein Herr gibt sehr wohl acht auf das, was ihr tut.