Islamwissenschaft
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  Die Islamwissenschaft (veraltet: Islamistik, auch Islamkunde) ist die wissenschaftliche Erforschung des Islams als Religion, der von ihm geprägten Kulturen und der islamischen Gesellschaften. Sie stützt sich dabei auf die Auswertung islamischen Schrifttums (Koran, Hadith, Recht, Literatur) in seinen Originalen.

Die Bezeichnung der Islamwissenschaftler als „Islamisten“ ist veraltet, seitdem sie zur Verwechslung mit dem politisch verstandenen Neologismus „Islamist“ führen kann.

Das Studienfach Islamwissenschaft wird an deutschen Universitäten gelehrt. Das Studium umfasst Religion, Literatur, Kultur und Geschichte des islamischen Orients. Zur Ausbildung der Hauptfachstudenten gehört der Erwerb gründlicher Kenntnisse des im arabischen Raum als schriftliches Medium benutzten Hocharabischen und einer weiteren Sprache aus einem mehrheitlich muslimisch bewohntem Land wie des Persischen oder Türkischen, unter Umständen auch des Urdu oder des Indonesischen. Zentraler Gegenstand des Studiums ist die islamische Religion einschließlich Koran und Tradition in der klassischen und der modernen Periode. Das islamische Recht, die islamische Geschichte sowie klassische und moderne Ausdrucksformen der Literatur sind weitere unabdingbare Gegenstände des Studiengangs. Besondere Aufmerksamkeit gilt ideologischen Ausformungen wie dem politischen Islam.

> Quellen