Fest des Fastenbrechens
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  Das Ramadanfest oder ʿĪdu l-Fitr (arabisch ‏عيد الفطر‎, DMG ʿĪdu l-Fiṭr ‚Fest des Fastenbrechens‘, türkisch Ramazan Bayramı) ist ein islamisches Fest zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan. Im Türkischen wird das Fest auch als Zuckerfest (Şeker Bayramı) bezeichnet. Im malaiischen Sprachraum Südostasiens heißt es Hari Raya Aidilfitri.

Fest des FastenbrechensDas Fest des Fastenbrechens, mit dem der 29- bis 30-tägige Ramadan, also der Fastenmonat der Muslime, sein alljährliches Ende findet, wird in den ersten zwei bis vier Tagen des Folgemonats gefeiert. Je nach Land und Region gibt es Unterschiede in der Dauer und Art des Festes.

Da der Islam sich am Mondkalender und die Christen sich mit dem Gregorianischen Kalender am Sonnenkalender orientieren, hat ihr Jahreszyklus nicht 365, sondern 354 Tage. Der islamische Kalender ist also um elf Tage kürzer als der Gregorianische und verschiebt sich dadurch jedes Jahr um elf Tage vorwärts in der christlichen Zeitrechnung, im Schaltjahr um zwölf Tage.

Ablauf

Am ersten Mittag des Fastenbrechenfests wird von praktizierenden Muslimen (in erster Linie Männern) die Moschee besucht, um dort das gemeinsame und besondere Gebet dieses Festtages zu zelebrieren, das aus zwei rakʿāt besteht und die Besonderheit hat, dass die Ansprache (chutba), meist durch den Imam, nach dem Gebet, und nicht wie beim Freitagsgebet vor dem Gebet, erfolgt. Das Festgebet ist sowohl für Männer als auch für Frauen optional (sunna). Meist schließt sich an den Besuch der Moschee ein Besuch des Friedhofs an, um der verstorbenen Verwandten und Bekannten zu gedenken und für sie Koranverse zu lesen und Bittgebete zu sprechen, hierbei insbesondere die Koransure Al-Fatiha, der im Islam ein ähnlicher Stellenwert zukommt wie dem Kaddisch, dem Totengebet im Judentum. Der restliche Tag wird genutzt, um die Verwandtschaft und Bekanntschaft zu besuchen. Dabei werden meist süße Gerichte gereicht und eine Menge Süßigkeiten verteilt (z. B. Lokum) und gegessen. Man macht sich gegenseitig und oftmals auch den Bedürftigen Geschenke. Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt des Islam und wird als sehr ehrenwerte Tat bezeichnet. Einige Frauen verzieren ihre Hände mit Henna. Sowohl die Männer als auch die Frauen ziehen sich besonders schöne oder neue Kleidung an. Auch das Haus ist festgemäß vollkommen aufgeräumt und gesäubert.

Der Gruß zum Ramadanfest lautet ʿĪdu l-fiṭr mubārak oder Eid Mubarak beziehungsweise Id Mubarak.

> Quellen